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Fahren / Verwenden der Fahrunterstützungssysteme / Fahrerassistenzsysteme

Um die Sicherheit beim Fahren und die Leistung zu verbessern, arbeiten die folgenden Systeme automatisch, wenn bestimmte Fahrsituationen eintreten. Bedenken Sie jedoch, dass es sich hierbei um zusätzliche Systeme handelt, auf die Sie sich im Fahrbetrieb nicht zu stark verlassen sollten.

◆ ABS (Antiblockiersystem)

Verhindert ein Blockieren der Räder, wenn die Bremsen abrupt betätigt werden oder wenn beim Fahren auf rutschiger Straße gebremst wird

◆ Bremsassistent

Erzeugt nach dem Betätigen des Bremspedals eine höhere Bremskraft, wenn das System eine Notbremssituation erkennt

◆ VSC (Fahrzeugstabilitätsregelung)

Hilft dem Fahrer, bei einem plötzlichen Spurwechsel oder bei Kurvenfahrten auf rutschigen Fahrbahnen, ein Schleudern des Fahrzeugs zu verhindern

◆ VSC+ (Fahrzeugstabilitätsregelung+)

Übernimmt die gleichzeitige Regelung von ABS, TRC, VSC und EPS.

Unterstützt die Richtungsstabilität durch die Steuerung des Lenkverhaltens, wenn das Fahrzeug auf rutschigen Straßen auszubrechen droht.

◆ TRC (Antriebsschlupfregelung)

Verhindert das Durchdrehen der Antriebsräder beim Anfahren oder Beschleunigen auf rutschigem Untergrund

◆ Berganfahrhilfe

Verhindert das Zurückrollen des Fahrzeugs beim Anfahren an einer Steigung

◆ Dynamisches Allradsystem mit Drehmomentregelung (Modelle mit Allradantrieb)

Wechselt in Abhängigkeit von den Fahrbedingungen automatisch vom Vorderradantrieb zum Allradantrieb (AWD), um so zuverlässiges Handling und bestmögliche Stabilität zu gewährleisten. Das System wechselt beispielsweise in den folgenden Situationen zum Allradantrieb: bei Kurvenfahrten, bei Bergauffahrten, beim Anfahren oder Beschleunigen und bei rutschigen Straßenverhältnissen bedingt durch Schnee, Regen usw.

◆ EPS (Elektrische Servolenkung)

Reduziert die zum Drehen des Lenkrads erforderlich Kraft mit Hilfe eines Elektromotors

◆ Anhängerschlingerkontrolle

Unterstützt den Fahrer beim Auftreten von Schlingern eines Anhängers durch die selektive Verteilung der Bremskraft auf einzelne Räder und die Reduzierung des Antriebsdrehmoments.

Wenn die Systeme TRC/VSC aktiv sind

Die Kontrollleuchte für den Radschlupf blinkt, während die TRC/VSC-Systeme aktiviert sind.

Toyota CH-R. Fahrerassistenzsysteme

Deaktivieren des TRC-Systems

Wenn das Fahrzeug in Schlamm, Sand oder Schnee stecken bleibt, kann das TRC-System die Kraftübertragung vom Motor auf die Räder reduzieren.

Wenn Sie auf  Toyota CH-R. Fahrerassistenzsystemedrücken, um das System auszuschalten, kann es für Sie einfacher sein, das Fahrzeug durch Schaukeln zu befreien.

Drücken Sie kurz die Taste  Toyota CH-R. Fahrerassistenzsystemeund lassen Sie sofort wieder los, um das TRC-System auszuschalten.

In der Multi-Informationsanzeige wird eine Meldung angezeigt.

Drücken Sie  Toyota CH-R. Fahrerassistenzsysteme erneut, um das System wieder einzuschalten.

Toyota CH-R. Deaktivieren des TRC-Systems

■ Ausschalten der TRC- und VSC-Systeme

Halten Sie die Taste  Toyota CH-R. Fahrerassistenzsystemebei stehendem Fahrzeug länger als 3 Sekunden gedrückt, um das TRC- und das VSC-System auszuschalten.

Die VSC OFF-Kontrollleuchte leuchtet auf und in der Multi-Informationsanzeige wird eine Meldung angezeigt.* Drücken Sie  Toyota CH-R. Fahrerassistenzsystemeerneut, um das System wieder einzuschalten.

*: Bei Fahrzeugen mit Pre-Collision-Sicherheitssystem werden der Pre-Collision- Bremsassistent und die Pre-Collision-Bremsfunktion ebenfalls deaktiviert. Die PCSWarnleuchte leuchtet auf und in der Multi-Informationsanzeige wird eine Meldung angezeigt.

■ Wenn in der Multi-Informationsanzeige die Meldung angezeigt wird, dass TRC deaktiviert wurde, obwohl  Toyota CH-R. Fahrerassistenzsystemenicht gedrückt wurde

TRC kann nicht betrieben werden. Wenden Sie sich an einen Toyota-Vertragshändler bzw. eine Toyota-Vertragswerkstatt oder einen anderen kompetenten Fachbetrieb.

■ Von den Systemen ABS, Bremskraftverstärker, VSC, TRC und Berganfahrhilfe erzeugte Geräusche und Vibrationen

  • Beim wiederholten Betätigen des Bremspedals, beim Motorstart oder unmittelbar nach dem Anfahren kann es vorkommen, dass ein Geräusch aus dem Motorraum zu hören ist. Dieses Geräusch ist kein Anzeichen für eine Funktionsstörung in einem dieser Systeme.
  • Wenn die obigen Systeme arbeiten, kann es zu den folgenden Phänomenen kommen.

    Diese deuten jedoch nicht auf eine Funktionsstörung hin.

    • Durch Fahrzeugkarosserie und Lenkung spürbare Vibrationen.
    • Geräusch eines Elektromotors, nachdem das Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist.
    • Leichtes Pulsieren des Bremspedals, nachdem das ABS aktiviert wurde.
    • Nach der Aktivierung des ABS kann sich das Bremspedal leicht nach unten bewegen.

■ EPS-Betriebsgeräusch

Wenn das Lenkrad betätigt wird, ist möglicherweise ein Motorgeräusch (Surren) zu hören. Dies deutet nicht auf eine Funktionsstörung hin.

■ Automatische Reaktivierung der TRC- und VSC-Systeme

Wenn die TRC- und VSC-Systeme ausgeschaltet sind, werden sie in den folgenden Situationen automatisch reaktiviert:

  • Fahrzeuge ohne intelligentes Einstiegs- und Startsystem: Wenn der Motorschalter in die Stellung "LOCK" gedreht wird Fahrzeuge mit intelligentem Einstiegs- und Startsystem: Wenn der Motorschalter ausgeschaltet ist
  • Wenn nur das TRC-System ausgeschaltet ist, wird TRC bei einer Erhöhung der Fahrzeuggeschwindigkeit eingeschaltet.

    Wenn sowohl TRC als auch VSC ausgeschaltet sind, werden diese Systeme bei einer Erhöhung der Fahrzeuggeschwindigkeit nicht automatisch reaktiviert.

■ Verringerte Wirkung des EPS-Systems

Die Wirkung der elektrischen Servolenkung (EPS) wird reduziert, um eine Überhitzung des Systems bei häufigen Lenkeinschlägen über einen längeren Zeitraum zu vermeiden.

Infolgedessen kann sich das Lenkrad schwergängig anfühlen. Vermeiden Sie in diesem Fall übermäßige Lenkbewegungen oder halten Sie an und schalten den Motor aus. Das EPS-System sollte innerhalb von 10 Minuten in den Normalzustand zurückkehren.

■ Betriebsbedingungen der Berganfahrhilfe

Unter den folgenden Bedingungen wird die Berganfahrhilfe aktiviert:

  • Fahrzeuge mit Multidrive: Der Schalthebel befindet sich in einer anderen Stellung als P oder N (beim Anfahren vorwärts oder rückwärts an einer Steigung).
  • Fahrzeuge mit Schaltgetriebe: Der Schalthebel befindet sich beim Anfahren an einem Anstieg in Vorwärtsrichtung in einer anderen Stellung als R oder der Schalthebel steht beim Anfahren an einem Anstieg in Rückwärtsrichtung in der Stellung R.
  • Das Fahrzeug ist abgestellt.
  • Das Gaspedal ist nicht durchgedrückt.
  • Die Feststellbremse ist nicht angezogen.

■ Automatische Deaktivierung der Berganfahrhilfe

Die Berganfahrhilfe wird in den folgenden Situationen deaktiviert:

  • Fahrzeuge mit Multidrive: Der Schalthebel wird in die Stellung P oder N gebracht.
  • Fahrzeuge mit Schaltgetriebe: Der Schalthebel wird beim Anfahren an einem Anstieg in Vorwärtsrichtung in die Stellung R gebracht oder der Schalthebel wird beim Anfahren an einem Anstieg in Rückwärtsrichtung in eine andere Stellung als R gebracht.
  • Das Gaspedal ist durchgedrückt.
  • Die Feststellbremse wird angezogen.
  • Ca. 2 Sekunden nach dem Lösen des Bremspedals.

WARNUNG

■ Das ABS arbeitet in folgenden Fällen nicht effektiv

  • Die Grenzen des Haftungsvermögens des Reifens wurden überschritten (z.B. bei Verwendung von stark abgefahrenen Reifen auf schneebedeckten Straßen).
  • Aquaplaning bei hoher Geschwindigkeit auf nasser oder rutschiger Fahrbahn.

■ Längerer Anhalteweg im Vergleich zu normalen Bedingungen trotz ABS

Das ABS ist nicht dafür ausgelegt, den Bremsweg des Fahrzeugs zu verkürzen. Halten Sie insbesondere in den folgenden Situationen immer einen Sicherheitsabstand zu dem vorausfahrenden Fahrzeug ein:

  • Beim Fahren auf unbefestigten Fahrbahnen, Schotterstrecken oder schneebedeckten Straßen
  • Beim Fahren mit Schneeketten
  • Beim Überfahren von Erhebungen in der Fahrbahn
  • Beim Fahren auf Straßen mit Schlaglöchern oder auf unebener Fahrbahn

■ TRC/VSC arbeitet in folgenden Fällen nicht effektiv

Beim Fahren auf rutschigen Fahrbahnoberflächen kann es selbst dann zum Verlust der Lenkfähigkeit und der Kraftübertragung kommen, wenn das TRC-/VSC-System in Betrieb ist.

Bewegen Sie das Fahrzeug unter Bedingungen, bei denen Fahrstabilität und Kraftübertragung eingeschränkt sind, mit größter Vorsicht.

■ Wenn die Berganfahrhilfe nicht wirksam funktioniert

  • Verlassen Sie sich nicht zu stark auf die Berganfahrhilfe. Die Berganfahrhilfe zeigt unter Umständen an steilen Anstiegen oder bei vereisten Straßen nicht die erwartete Wirkung.
  • Im Gegensatz zur Feststellbremse ist die Berganfahrhilfe nicht dazu vorgesehen, das Fahrzeug für einen längeren Zeitraum stationär zu halten. Verwenden Sie die Berganfahrhilfe nicht, um das Fahrzeug an einem Anstieg in Position zu halten, da dadurch ein Unfall ausgelöst werden kann.

■ Wenn VSC aktiviert ist

Die Kontrollleuchte für Radschlupf blinkt. Fahren Sie immer vorsichtig. Durch rücksichtsloses Fahren können Unfälle verursacht werden. Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn die Kontrollleuchte blinkt.

WARNUNG

■ Wenn die Systeme TRC/VSC ausgeschaltet sind

Besonders vorsichtig sein und die Geschwindigkeit den Straßenbedingungen anpassen.

Da diese Systeme die Fahrstabilität und die Antriebskraft sicherstellen, schalten Sie das TRC- und VSC-System nur dann aus, wenn dies unbedingt erforderlich ist.

Die Anhängerschlingerkontrolle ist Teil des VSC-Systems und funktioniert nicht oder fehlerhaft, wenn VSC ausgeschaltet ist.

■ Austauschen der Reifen

Stellen Sie sicher, dass alle Reifen die angegebene Größe, Marke, Profilausführung und Tragfähigkeit aufweisen. Stellen Sie darüber hinaus sicher, dass die Reifen mit dem vorgeschriebenen Reifenfülldruck aufgepumpt sind.

Die Systeme ABS, TRC und VSC funktionieren nicht ordnungsgemäß, wenn Reifen verschiedener Größe am Fahrzeug installiert sind.

Wenden Sie sich für weitere Informationen zum Wechseln von Reifen oder Rädern an einen Toyota-Vertragshändler bzw. eine Toyota-Vertragswerkstatt oder einen anderen kompetenten Fachbetrieb.

■ Umgang mit Reifen und Fahrwerk

Durch Verwendung fehlerhafter Reifen oder Umbauten am Fahrwerk wird die Wirksamkeit der Fahrerassistenzsysteme beeinträchtigt, und es kann zu Funktionsstörungen kommen.

■ Vorsichtsmaßnahmen für die Anhängerschlingerkontrolle

Die Anhängerschlingerkontrolle kann nicht in allen Situationen das Schlingern eines Anhängers verringern.

In Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren, wie z. B. vom Zustand des Fahrzeugs, des Anhängers, der Fahrbahnoberfläche und der Fahrumgebung, kann die Anhängerschlingerkontrolle unter Umständen nicht wirkungsvoll arbeiten. Informationen über den ordnungsgemäßen Anhängerbetrieb finden Sie im Betriebshandbuch Ihres Anhängers.

■ Wenn ein Anhänger schlingert

Beachten Sie die folgenden Vorsichtsmaßnahmen.

Die Nichtbeachtung dieser Vorsichtsmaßnahmen kann lebensgefährliche Verletzungen zur Folge haben.

  • Halten Sie das Lenkrad gut fest. Lenken Sie geradeaus.

    Versuchen Sie nicht, das Schlingern des Anhängers mit Lenkbewegungen auszugleichen.

  • Lassen Sie das Gaspedal sofort aber allmählich los, um die Geschwindigkeit nach und nach zu verringern.

    Erhöhen Sie nicht die Geschwindigkeit. Betätigen Sie nicht die Fahrzeugbremsen.

Wenn Sie keine extremen Korrekturen mit dem Lenkrad oder den Bremsen vornehmen, sollten sich Ihr Fahrzeug und der Anhänger relativ schnell stabilisieren.

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